365 gute Taten - ein persönliches Experiment

Kategeorie: April


Ich lasse jemanden an der Kasse vor, übernehme Telefonate für meine Kollegin, ermutige meine Freundin und lasse meine Praktikantin eher gehen.
Diese Dinge sind mir schon so sehr zur Routine geworden, dass ich sie gar nicht mehr als gute Tat betrachte. Merke: die guten Taten verändern dich.

“Ich….ich…..ka…fa…nee….nee…wam…ba…nee…nee…” stammelt meine neue Patientin Fr. Roth mühsam und weint dabei. Ich halte ihre Hand…

113. gute Tat – alle vollzählig?

Ich schlinge den letzten Bissen des Geburtstagsmahls von Oma Erika herunter denn ich habe meiner kleinen Schwägerin versprochen, sie pünktlich zum Abfahrtsort ihrer Abschlussklassenfahrt zu bringen…

Da ich die letzte Nacht in dem preiswertesten Zimmer Erlangens übernachtete (meine finanziellen Segnungen reichten nicht für mehr…), hatte ich natürlich keinen Internetanschluss, deswegen kein Blog…

111. gute Tat, Songwriterkarriere

Ein neuer Mensch ist geboren! Meine Freundin Kira (alten Bloghasen als “Ich-platz-bald-Murmel” aus der Kommentarspalte bekannt) hat ihren Lasse auf die Welt gebracht (voller Name: Lasse Loos, manche Eltern haben echt Humor). Ich möchte ein Lied für meinen neuen Freund dichten. Bin mit folgenden Liedzeilen aber nicht 100%ig zufrieden:

Wachs in des Mannes Hand – 110

Im Verlauf der letzten 6 Salsatanzstunden und dem damit verbundenen stetig steigenden weiblichen Führungswillen stellte sich eines klar heraus: ich muss mich ändern. Heute lächle ich einfach seelig, bringe statt Kritik nur zaghaft formulierte Vorschläge und bin einfach Wachs in des Mannes Hand…

Meine liebe  95-jährige Patientin ist gestorben…

“So, Marcel, du kannst reinkommen!”, flöte ich. “Heute wollen wir das tolle SSSCCCHHHHneckenspiel spielen (wir üben gerade das “sch”)!” “Ach nö…”, quengelt daraufhin Marcel, “ich möchte lieber Mumie spielen!” So auf die  Schnelle kommt mir keine sinnvollere Idee, als mit dem Kind das Lied: SCHlaf, Mumie, SCHlaf,…. zu üben. Aus moralischen Gründen verwerfe ich den Gedanken aber wieder und bleibe streng an meiner Vorbereitung. Plötzlich bekommt Marcel einen gespielt schlimmen Hustanfall (natürlich ohne sich die Hand vor den Mund zu halten), rutscht vom Stuhl, holt sich meine Trommel und läuft laut johlend durchs Zimmmer. Vor meinem Spielgel bleibt er stehen, probiert verschiedene Mumiengrimmassen aus und greift sich danach selbst im Spiegel an…

Meinem Schwiegervater wurden schon einige Möglichkeiten zur ehrenamtlichen Mitarbeit in der Gemeinde angeboten. Er kam in der Flaggentanzgruppe jedoch nicht gegen die raumfordernde Übermacht des Flaggenobermeisters an und in die Seminargruppe “Männer50+ / Leben mit Handicaps” fühlt er sich nun wirklich nicht gerufen. Schließlich wurde er gebeten, den Bläserchor als Paukenspieler zu begleiten. Heute hat er nun seinen ersten Auftritt. Ich bete, dass er seine Brille nicht vergessen hat und nehme mir vor, ihm das zu geben, was alle Musiker der Welt am meisten brauchen: Lob. Leider komme ich 10 Minuten zu spät und verpasse seinen Einsatz. Meine gute Tat scheint verloren…

Mein absolut treuer Blogleser Dörg (absolut treu= hat Blog abonniert!) feiert heute seinen Geburtstag und ich strenge mich dem Anlass entsprechend besonders an…